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DIE HORNBACH HOLDING-AKTIE
Kurschart 1. März 2008 bis 28. Februar 2009
Bankenkrise reisst Kapitalmärkte in den Strudel 2008 war für viele Anleger rund um den Globus ein desaströses Jahr. Es wird mit seinen Rekordverlusten und extremen Kursausschlägen in die Annalen der Finanzmarktgeschichte eingehen. Und es scheint ganz so, als ob noch einige unrühmliche Kapitel in einem beispiellosen Fortsetzungsdrama geschrieben würden. Die Finanzkrise, die Mitte 2007 am US-Häusermarkt begonnen und im September 2008 mit der Lehman-Pleite einen der traurigen Höhepunkte erreicht hatte, lastete schwer auf den internationalen Aktienmärkten. Der enorme Vertrauensverlust, die damit einhergehende Illiquidität auf den Märkten und zunehmende Rezessionsängste versetzten viele Anleger regelrecht in Panik. So büßte der europäische Auswahlindex Stoxx50 binnen Jahresfrist mehr als 44 % ein. Nicht viel besser erging es dem deutschen Leitindex Dax: Er verbuchte allein im Oktober 2008 mit einem Minus von 22 % die schlechteste Handelswoche seiner Geschichte und verlor innerhalb von zwölf Monaten 40 % seines Wertes. Damit ging eine fünf Jahre dauernde Hausse jäh zu Ende. Die Börsen sahen sich konfrontiert mit bis dato nicht erlebten Zwangsverkäufen von Finanzinvestoren, die damit auf die immensen Mittelabflüsse aus ihren Fonds reagieren mussten. Mitunter mochte man den Eindruck gewinnen, dass Titel buchstäblich wahllos auf die Verkaufslisten gesetzt wurden. Die flächendeckende Ausverkaufsstimmung hinterließ auch in der Kursperformance der HORNBACH HOLDING-Aktie sichtbare Spuren – ungeachtet der erfreulichen Geschäftsentwicklung, hohen Eigenkapitalausstattung und beachtlichen freien Liquidität im Gesamtkonzern.
Unbefriedigende Kursperformance Die Kommunikation unserer Ergebnisse des Geschäftsjahres 2007/2008 und vor allem der positive Ausblick für den laufenden Turnus boten der Aktie wieder Unterstützung. Am 26. Juni 2008 veröffentlichte die HORNBACH-Gruppe die Zahlen für das erste Geschäftsquartal (1. März bis 31. Mai 2008). Das erfreuliche Resümee nach drei Monaten bescherte der HOLDING-Aktie ein Zwischenhoch bei 64,20 €. Gewinnmitnahmen drückten anschließend den Kurs, der sich in der Folgezeit gegen die Nachrichtenlage im Zeichen der Bankenkrise kaum behaupten konnte. Die Hiobsbotschaften von der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers lösten in der Finanzbranche einen beispiellosen Dominoeffekt aus, dem die Regierungen rund um den Erdball mit staatlichen Stützungsaktionen wieder Herr zu werden versuchten. Bankenkrise, Finanzkrise, Wirtschaftskrise – das ist der traurige Komparativ dieser Tage. Gegen den allgemeinen Abwärtssog konnte HORNBACH auch mit seinen soliden Quartalszahlen zum Halbjahr und nach neun Monaten nicht viel ausrichten. In der von der Börsenzeitung titulierten „Woche des Grauens“ (6. bis 10. Oktober 2008) fiel unsere Aktie bis auf 46,60 €. Die Kurserholung der HOLDING-Aktie Ende Dezember war denn nicht viel mehr als Kosmetik. Das Kalenderjahr 2009 startete für die Kapitalmärkte trotz milliardenschwerer Konjunkturprogramme und Obama-Effekt alles andere als verheißungsvoll, nachdem die Quartals- und Bilanznachrichten aus dem Bankensektor und der Industrie immer noch keine Kehrtwende zum Besseren erkennen ließen. Das Geschäftsjahr 2008/2009 beendete unsere Aktie am letzten Handelstag am 27. Februar 2009 auf dem Jahrestief von 42,50 €. Das entspricht einem Minus von 43 % im Vergleich zur Bewertung zwölf Monate zuvor. Immerhin befindet sich HORNBACH damit in bester Gesellschaft: Die im Dax gelisteten 30 größten deutschen Aktienunternehmen verloren im gleichen Zeitraum 42 %, die Nebenwerte im MDax und SDax jeweils 49 % an Wert. Die Verunsicherung an den Börsen hat sich negativ auf die Liquidität unserer Aktie ausgewirkt. Bei der Suche nach dem sicheren Hafen zogen sich zahlreiche Anleger aus den geringer kapitalisierten und weniger liquiden Nebenwerten zurück oder kehrten dem Aktienmarkt ganz den Rücken. Das durchschnittliche Xetra-Handelsvolumen unserer Aktie halbierte sich binnen Jahresfrist auf rund 500 Stück pro Tag. Eine faire Bewertung der HORNBACH HOLDING-Aktie, die als wesentliche Bestandteile nicht nur die Werthaltigkeit des Baumarktgeschäfts, sondern auch die des Teilkonzerns HORNBACH Immobilien AG beinhaltet, dürfte im zurückliegenden Geschäftsjahr schwieriger denn je gewesen sein. Vieles spricht dafür, dass die Kursentwicklung von der alles überstrahlenden Finanzkrise geprägt wurde und nicht etwa von einem generellen Vertrauensschwund gegenüber HORNBACH. Dies lässt sich indirekt aus der Entwicklung der Unternehmensanleihe der HORNBACH-Baumarkt-AG (ISIN XS0205954778; WKN: A0C4RP) ableiten. Die bis November 2014 laufende und mit einem Zinscoupon von 6,125 % ausgestattete HORNBACH-Anleihe war zwar im Horrormonat Oktober 2008 ebenfalls in den Abwärtssog (Jahrestiefst bei 76,10 %) geraten, zeigte sich aber im Jahresverlauf äußerst robust. Der Corporate Bond erreichte Ende Dezember sein Jahreshoch (Börse Frankfurt: 98,50 %) und erreichte zum Bilanzstichtag 28. Februar 2009 mit einem Kurs von 95,00 % eine Zwölf-Monats-Performance von 9 %. Hohes Maß an Transparenz Hier bieten wir Informationen zum Gesamtkonzern und den Tochtergesellschaften sowie den börsennotierten Aktien der HORNBACH-Gruppe. Ferner werden zahlreiche Download- Möglichkeiten und der Online-Geschäftsbericht der HORNBACH HOLDING AG sowie des Teilkonzerns HORNBACH-Baumarkt- AG mit nutzerfreundlichen Recherchetools angeboten. Wir flankieren damit seitens der Unternehmenskommunikation den produkt- und marketingorientierten Internetauftritt von HORNBACH unter www.hornbach.com. In der Hauptversammlung, Bilanzpressekonferenz, in Analystenkonferenzen sowie in Investorengesprächen im In- und Ausland führen wir den Dialog mit dem Kapitalmarkt. Ferner wird auch der persönliche Kontakt zu den Medien genutzt, um im Rahmen von Interviews die Ziele und Strategie unseres Unternehmens zu erläutern. Dabei erörtern wir neben den aktuellen Geschäftszahlen auch die Besonderheiten unseres Konzeptes, unsere Marktposition sowie die künftigen Wachstumsperspektiven des Konzerns. Rückbesinnung auf Stabilität und Verlässlichkeit Aber auch eher klassisch orientierte Investoren betreiben in Zukunft wieder verstärktes „Stockpicking“ in der Reihe hinter den Dax-Werten. Grund: Die Weltwirtschaftskrise hat zu einer Rückbesinnung auf klassische Werte wie Verlässlichkeit, Vertrauen und Stabilität geführt. In diesem Licht sollte HORNBACH mit seinem stabilen Geschäftsmodell langfristig wieder verstärkt in den Fokus der Investoren rücken können. Die Aktie der HORNBACH HOLDING AG ist eine solide Langfristanlage mit hohem Substanzwert. Das Grundkapital der HORNBACH HOLDING AG in Höhe von 24 Mio. € ist zu gleichen Teilen in jeweils vier Millionen Stück Stamm- und vier Millionen Stück stimmrechtslose Vorzugsaktien eingeteilt. Die Vorzugsaktien sind zu mehr als 80 % im Besitz von freien Aktionären. Der britische Handelskonzern Kingfisher plc, mit dem HORNBACH Ende 2001 eine strategische Allianz eingegangen ist, hält rund 17,4 % der Vorzugsaktien. Die Aktie der HORNBACH HOLDING AG ist gemäß der Indexsystematik der Deutschen Börse zum Prime Standard (Teilbereich des amtlichen Marktes mit weiteren Zulassungsfolgepflichten) zugelassen. Die Zugehörigkeit zum Prime Standard setzt unter anderem die Erfüllung hoher Transparenzstandards voraus. Die nicht börsennotierten vier Millionen Stück Stammaktien sind mehrheitlich im Besitz der Familien Hornbach, die ihren Anteil am stimmberechtigten Kapital von 75 % minus eine Aktie in der HORNBACH Familien-Treuhand GmbH gepoolt haben. Kingfisher plc hält eine qualifizierte Minderheitsbeteiligung von 25 % plus eine Aktie an den stimmberechtigten Aktien. Stammdaten zur HORNBACH HOLDING-Aktie
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